
Kamingeschichten vom Mühlengeist Teil 4
Der Jahrgang 1958 war ein besonderer – so sagt man. Im kältesten Tal des Osterzgebirges, im Wilden Weißeritztal, wuchs Matthias Herklotz in der Herklotzmühle auf. Dort erlebte er eine natur- und musikverbundene Kindheit, die ihn bis heute prägt. Nach dem Abschluss der 10. Klasse erlernte er den Beruf des Elektroinstallateurs. Nach seinem Wehrdienst war er hauptsächlich in diesem Beruf tätig, in seiner Freizeit engagierte er sich in verschiedenen Musikformationen.
Noch vor der politischen Wende wurde er zum „Meister der Holztechnik“ ausgebildet. Nach der Wende schloss er zusätzlich ein Studium als „Staatlich geprüfter Techniker der Elektrotechnik“ ab und erlangte außerdem den Titel „Elektromeister“.
Als ihn sein Vater und die Familie um Unterstützung für die zunehmend verfallende Herklotzmühle baten, war sein Einsatz selbstverständlich – ein Ausweichen unmöglich. Die Gründung des Fördervereins Herklotzmühle e.V. im Jahr 2003 war eine logische Folge und die wohl beste Entscheidung zur Rettung dieses historischen Kleinods.
Seither setzt sich Matthias Herklotz als Vorsitzender des Vereins gemeinsam mit engagierten Mitgliedern für die behutsame Entwicklung und den Erhalt der historischen Technik und des gesamten Anwesens ein.
Der nunmehr 4. Teil der Kamingeschichten vom Mühlengeist soll ein Rückblick sein – und zugleich ein hoffnungsvoller Ausblick auf die Zukunft.



